Edith Maryon

Edith Maryon (1872 London – 1924 Dornach) liess sich zur Bildhauerin am Royal College of Art in London ausbilden. Nach ihrer bildhauerischen Tätigkeit in Grossbritannien war sie von 1914 bis zu ihrem Lebensende eine enge Mitarbeiterin von Rudolf Steiner (1861–1925).

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit setzte sie sich intensiv mit sozialen Fragen auseinander. Dabei interessierte sie insbesondere, wie sich die Architektur und das plastische Gestalten auf den Menschen und sein soziales Verhalten auswirkt, respektive wie das Zusammenleben von Menschen dadurch begünstigt werden kann.

In diese Zeit fällt auch ihr Engagement für den Bau von Wohnungen für Mitarbeiter des Goetheanum in Dornach. So sind zum Beispiel die drei Eurythmiehäuser – in unmittelbarer Umgebung des Goetheanum –, welche sie in Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner künstlerisch gestaltete, aber auch ihre konzentrierte Mitarbeit an der Grossplastik des Menschheitsrepräsentanten, die heute noch in Dornach zu sehen ist, ein lebendiges Zeugnis ihres Wirkens.

Von ihren Zeitgenossen wurden ihre Zuverlässigkeit und ihr ausgeprägter Sinn fürs Praktische besonders geschätzt. Diese Eigenschaften, gepaart mit Idealismus und Engagement, ermöglichten eine fruchtbare Auseinandersetzung mit sozialen Fragen und hinterliessen ein reiches Erbe an Impulsen und künstlerischen Arbeiten.

Edith Maryon ist auch in Bezug auf ihre Charaktereigenschaften ein Vorbild in unserer täglichen Stiftungsarbeit.