Zielsetzung

Immobilien – ein soziales Gut. Grund und Boden ist eine unserer natürlichen Lebensgrundlagen und als solche nicht vermehrbar. Fragen nach dem Landeigentum und nach der Landverteilung und -nutzung sind deshalb von allgemeiner, gesellschaftliche Bedeutung.

Hier setzt die gemeinnützige Stiftung Edith Maryon an. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, im Dialog mit Eigentümern und Nutzern Grund und Boden aus dem Waren- und Erbstrom herauszulösen, damit dieser der Spekulation entzogen und somit dauerhaft und immer wieder neu für Vorhaben, die der Gesellschaft dienen, verfügbar wird. Das übergeordnete Ziel – zur dauerhaften Absicherung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten – ist jeweils die Entschuldung des Bodens. Weitere soziale Ziele sind die Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten, die Förderung des sozialen Zusammenlebens von Jung und Alt, Familien und Singles, behinderten und nicht behinderten Menschen etc., die Stärkung von Eigenverantwortung und Selbstverwaltung sowie die Förderung einer lebendigen, qualitätsvollen Architektur einschliesslich ökologischer Bauweisen, in der sich die Menschen als einzelne und soziale Individuen wohlfühlen.

Die Aufgabe der Stiftung Edith Maryon ist es, Anregungen für neue soziale Partnerschaften zwischen Eigentümern und Nutzern zu initiieren und diese auch für den Alltag in Form von konkreten Projekten umzusetzen. Im Mittelpunkt steht nicht nur das «Bewohnen», sondern auch die eigenverantwortliche Pflege. So fördert die Stiftung nachhaltige Initiativen, die der Verantwortung gegenüber Mensch und Natur gerecht werden.

Die Stiftung Edith Maryon ist somit selbst ein Generationen übergreifendes Projekt. Bewohner- und Nutzerschaften einzelner Immobilien kommen und gehen – die Stiftung bleibt, und mit ihr das soziale und gemeinnützige Moment am jeweiligen Ort.

Obige Abbildung zeigt die handschriftliche Widmung Rudolf Steiners an Edith Maryon in dem Buch «In Ausführung der Dreigliederung des sozialen Organismus», Stuttgart 1920.