Verbürgte Mietkaution

Mietkautionen: Solidarisch füreinander bürgen

Das Hinterlegen von Mietkautionen beim Abschluss eines Wohnungs-Mietvertrages – oft in der Höhe bis zu drei Monatsmieten – ist heute die Norm. Zahlreiche Menschen können sich jedoch diesen finanziellen Zusatzaufwand nicht leisten, was ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt deutlich einschränkt. Hier greift unser Projekt «Solidaritätsfonds Mietkaution». Der Solidaritätsfonds wird durch die Einlagen der Mieter sowie durch freie Mittel der Stiftung gespiesen. Allfällige Verluste aus der Verbürgung von Mietkautionen werden durch den Solidaritätsfonds ausgeglichen.

Was leistet die Stiftung Edith Maryon?

Aufbauend auf dem Gedanken der Solidarität zwischen Mietern hat unsere Stiftung einen Fonds geschaffen, durch den die Verbürgung von Mietkautionen ermöglicht und den Vermietern die gewünschte Sicherheit geboten wird.

Wer kann die Verbürgung einer Mietkaution durch die Stiftung Edith Maryon in Anspruch nehmen?

Das Angebot der Stiftung Edith Maryon steht allen Wohnungsmietern in der Nordwestschweiz zur Verfügung, sofern sie die Bedingungen der Stiftung Edith Maryon erfüllen und die damit anfallenden Kosten aufbringen (siehe dazu nachfolgende Erläuterungen).

Wie funktioniert die Verbürgung von Mietkautionen?

Die Stiftung Edith Maryon übernimmt die Verbürgung der vom Vermieter geforderten Mietkautionssumme unter folgenden vertraglich geregelten Bedingungen:

  • Die Einmalige Einschreibegebühr zur Deckung der reinen Verwaltungskosten beträgt CHF 200.
  • Pro verbürgte Kautionssumme sind 15 % als ebenfalls einmalige Einlage in den Solidaritätsfonds zur Risikoabdeckung erforderlich. Mit dieser Einlage haften bei einem Verlust alle Bürgschaftsnehmer anteilmässig gemäss der Höhe ihrer Einzahlung. Die verbürgte Summe wird laut den allgemeinen Bedingungen von der Stiftung Edith Maryon dem Vermieter ausbezahlt.

Wie erfolgt die Inanspruchnahme der Verbürgung einer Mietkaution?

Die Anmeldung zur Beantragung einer Bürgschaft für eine Mietkaution erfolgt schriftlich mit dem dafür bestimmten Antragsformular, welches direkt bei uns im Sekretariat bezogen und ausgefüllt oder aber auch als PDF-Datei «Bürgschaftsantrag» heruntergeladen werden kann. Zusätzlich zum vollständig ausgefüllten Antragsformular benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Eine Kopie des Mietvertrags,
  • eine Kopie des Passes oder der ID bzw. des Ausländerausweises,
  • einen detaillierten Betreibungsauszug,
  • eine Abrechnung der Sozialhilfe/AHV/IV/EL oder ALE-Taggelder (bei Bezügern) bzw. letzte Lohnabrechnung (bei Arbeitnehmern) sowie
  • eine Kündigungsbestätigung des Vorvermieters.

Nach Prüfung und Bewilligung durch die Stiftung Edith Maryon und der Bezahlung der Einschreibegebühr mit der erforderlichen Einlage in den Solidaritätsfonds wird die Verbürgung der geforderten Mietkaution von der Stiftung Edith Maryon übernommen. Der Vermieter erhält als Sicherheit anstelle einer Kaution eine schriftliche Bürgschaftsverpflichtung,  und der Mieter  eine Kopie der Bürgschaftsverpflichtung.

Beispiel

Der Mietzins einer Wohnung beträgt CHF 1500 pro Monat. Zur Sicherstellung des Mietzinses verlangt der Vermieter eine Kaution in der Höhe von CHF 4500 (drei Monatsmieten), welches bei einer Bank auf ein Sperrkonto hinterlegt werden muss. Gegen Einlage von 15 % der vom Vermieter geforderten Kaution (15 % von CHF 4500 = CHF 675) durch den Mieter in den Solidaritätsfonds, verbürgt die Stiftung Edith Maryon dem Vermieter den Betrag von CHF 4500.

Der Mieter muss somit anstelle der gesamten Kaution von CHF 4500 lediglich CHF 675 für den Solidaritätsfonds und CHF 200 für die Einschreibegebühr aufbringen. Der Vermieter muss damit einverstanden sein, dass er, anders als bei einer Kaution, zunächst kein Geld überwiesen bekommt. Eine Auszahlung an den Vermieter erfolgt selbstverständlich in allen berechtigten Fällen.