Sempacherstrasse, Basel (CH)

Die drei fünfstöckigen alten, ein Ensemble bildenden Häuser stehen in dem dicht bewohnten Gundeldinger Quartier in Basel. Der Besitzer des einen Hauses wollte altershalber verkaufen und suchte einen Käufer. Ein Interessent wollte seine Erbschaft in diesem Haus anlegen. Statt es aber im Privateigentum zu übernehmen, bat er die Stiftung, das Haus mittels seiner Finanzierung der Spekulation zu entziehen. Somit können die bestehenden Verhältnisse und Sozialstrukturen mit den bisherigen Mietern weiterhin erhalten bleiben.

In der Folge konnte die Stiftung Edith Maryon auch das zweite Haus vom Blindenheim Basel käuflich erwerben und in das Miet-Eigentum integrieren. Auch entwickelte sich nach verschiedenen Mieterwechseln eine engagierte Hausgemeinschaft, die verschiedene Aufgaben in Selbstverwaltung und Gebäudeunterhalt übernimmt.

Im Jahr 2001 wurden die beiden Liegenschaften umfassend saniert und das Dachgeschoss ausgebaut. Für die Warmwasseraufbereitung wurde eine Solaranlage installiert.

Im Jahr 2012 schliesslich konnte die Stiftung auch das dritte Haus erwerben, welches im Baurecht an Dritte abgegeben wurde, so dass sich die Stiftung bis auf Weiteres auf die Rolle der Bodeneigentümerin beschränkt.

Standort
Sempacherstrasse 64 bis 68
Basel (CH)
Baujahr
1915
Architekt
R. Brenneisen, Umbau Nr. 64 u. 66 in 2002/03: baubüro in situ, Basel, Nr. 68 in 2013/15: Valk Architekten, Basel
Grundstück
1372.5 m2
Nutzung
Zwei Häuser mit je vier 3-Zi.-Whg., einer Maisonette-Dach-Whg. und einem Studio; drittes Haus (Nr. 68) mit vier 4-Zi.-Whg., einer 4.5 Zi.-Whg. und einer loftähnlichen, offenen Dachwohnung
Projektbeginn
1998

Im Zuge einer Vermögensübertragung wurde die Liegenschaft per 1. Januar 2015 in die stiftungseigene Edith Maryon AG überführt.