Ein Anliegen der Stiftung ist die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für verschiedene Formen des Gemeinschaftswohnens mit Elementen der Selbstverwaltung. Zu diesem Zweck erwirbt die Stiftung mittels Kauf, Schenkungen und Legate Wohngebäude oder Flächen zur Errichtung von Wohngebäuden. Die Gebäude und Wohnungen werden von der Stiftung selbst vermietet oder in Einzelfällen zur Nutzniessung überlassen, oder die Stiftung vergibt das Grundstück Nutzern bzw. Bauwilligen im Baurecht oder im Miet-Eigentum.

Das übergeordnete Ziel – zur dauerhaften Absicherung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten – ist jeweils die Entschuldung des Bodens. Weitere soziale Ziele sind die Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten, die Integration behinderter Menschen sowie die Förderung einer lebendigen, qualitätsvollen Architektur einschliesslich ökologischer Bauweisen, in der sich die Menschen als einzelne und soziale Individuen wohlfühlen.

Viele Initiativen und Gruppen, die sich mit ihrem Gemeinschaftswohnprojekt an unsere Stiftung wenden, sind unsicher, wie und in welcher Form sie sich am besten organisieren sollen. Die zahlreichen Fragen rund um die Finanzierung oder rechtliche Ausgestaltung und Abwicklung eines Projekts sind für viele eine enorme Herausforderung. Erstmals für die Schweiz hat die Stiftung Edith Maryon daher die Broschüre «Rechtsformen für gemeinschaftliche Wohnprojekte» herausgegeben. Das Heft soll Menschen, die an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt arbeiten, befähigen, die erste Hürde zur Selbstorganisation zu überwinden und eine Rechtsform wählen zu können, die ihrem Vorhaben am besten dient. Bezugsadresse: siehe Publikationen.